5. Hilfsfahrt in’s Ahrtal

Bereits zum fünften Mal war vor wenigen Tagen ein Hilfstransport der Geckenauer
Aktionsgemeinschaft zu den Flutopfern ins Ahrtal unterwegs. Mit dabei neben dem rührigen
Ortsbeauftragten und Feuerwehrkommandanten Wolfgang Grom und Uwe Müller (Oberstreu) auch
Katharina Prax, die im August letzten Jahres die Benefizaktion im Besengau ins Leben gerufen
hatte.
Diesmal hatte man den von der Fa. Dorst aus Oberstreu kostenlos zur Verfügung gestellten
Transporter mit Säcken voller Mehl (Spende aus Mellrichstadt), Kartoffeln (Spende aus Hollstadt),
Blumenerde (Spende aus Geckenau), einem Bett, einer Kommode, Garten-, Freizeit- und
Spielgeräten, Fahrrädern und vielem weitern nützlichen Dingen beladen. Wie bei jeder Fahrt bisher
konnten die Rhöner bei der Übergabe ihrer Spenden in viele glückliche und dankbare Augen
schauen. Das Verteilerzentrum in Heimersheim oder auch das neue Domizil der Lebenshilfe
Ahrweiler in Rolandseck waren die Anfahrtspunkte des Hilfstransports. Zusätzlich hielt das
engagiert Trio auch bei einigen Winzern im Ahrtal an, um durch den Kauf von Wein deren
Wiederaufbau zu unterstützen und ihre Existenz zu sichern. Ein abschließender Besuch im
Versorgungszelt/Baustoffzelt Kaiser 2.0 in Grafschaft-Ringen, einem toll sortierten Materiallager
für die Betroffenen der Ahr-Flut (aus privater Hand aufgebaute Hilfsorganisation zum Sammeln
und Verteilen von Hilfsgütern im Bausektor), zeigte, wie toll die Organisation der fleißigen,
freiwilligen Helfer vor Ort organisiert ist. In Gesprächen mit den freiwilligen Helfern vor Ort
wurde den drei Rhönern klar: Wir geben nicht auf, sondern sammeln weiter! Die Menschen im
Ahrtal brauchen weiterhin jede helfende Hand und noch sehr viel Unterstützung.
Das Leben dort ist noch lange nicht wieder „normal“ oder so, wie es vor der katastrophalen Flut
einmal war! Viele Betroffene kämpfen ums Überleben und ihre Existenzen! Hinzu kommen die
psychologischen Belastungen aus jener Flutnacht und den ersten Tagen danach, auch das will
verkraftet und verarbeitet werden.
Der Dank der Geckenauer Flutopferhilfe geht an alle Helfer/Spender aus Fern und Nah, die die
Aktion bisher so grandios unterstützt haben!
Und an all die wunderbaren Helferteams aus dem Landkreis Rhön-Grabfeld geht der Appell:
Gemeinsam werden wir noch viel schaffen und den Menschen im Ahrtal helfen, ihre Existenzen
wieder aufzubauen und das wunderschöne Ahrtal wieder zum Blühen zu bringen.

Katharina Prax, Uwe Müller und Wolfgang Grom (von rechts) übergaben Hilfsgüter an die Lebenshilfe Ahrweiler und deren Geschäftsführer Ulrich van Bebber.
Katharina Prax, Uwe Müller und Wolfgang Grom (von rechts) übergaben Hilfsgüter an die
Lebenshilfe Ahrweiler und deren Geschäftsführer Ulrich van Bebber.
Auszeit für Familie: Durch das Engagement der FFW Geckenau ist die Lebenshilfe Ahrweiler in Besitz von zwei Hotelgutscheinen gekommen, die das Hotel Rhön-Park-Aktiv Resort zur Verfügung gestellt hat. Vorstand und Geschäftsführung haben beschlossen, diese Gutscheine innerhalb der Belegschaft zu verlosen. Allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hiermit nochmals ein herzliches Dankeschön für das überaus große Engagement, insbesondere nach der Flut. Am 11. April 2022 wurden zwei Familien als Gewinner der Verlosung ermittelt. Herzlichen Glückwunsch und gute Erholung.

4. Hilfsfahrt aus Geckenau in’s Ahrtal – weitere Geld- und Sachspenden übergeben

Vor wenigen Tagen war die Geckenauer Initiative „SolidAHRität“ mit einem Hilfstransport zum bereits vierten Mal ins so arg von der Juli-Flutnacht betroffene Ahrtal unterwegs. Trotz schweren Sturms, Schnee- und Graupelschauer hatten es sich Feuerwehrkommandant und Mitinitiator Wolfgang Grom und sein Team, bestehend aus Elke Müller, Harald Seufert und Klaus-Dieter Hahn, nicht nehmen lassen, die weite und strapaziöse Tour in den Westen Deutschlands anzutreten. Mit im Gepäck hatten sie einen bis obenhin beladenen 7,5 to-Lkw, den einmal mehr der Mellrichstädter Malteser Hilfsdienst kostenfrei zur Verfügung gestellt hatte, sowie einen mit Brennholz beladenen Anhänger. Natürlich wurden auch diesmal die vielen Geld- und Sachspenden gleich an die richtigen Adressaten gebracht.

Einen besonders nachhaltigen Eindruck hinterließ dabei ein Treffen mit dem Vorsitzenden der Lebenshilfe Kreisvereinigung Ahrweiler e.V., Ulrich van Bepper, am „Lebenshilfehaus“ in Sinzig, in dem in der Flutnacht vom 14. auf 15. Juli 2021 insgesamt 12 Menschen mit geistiger Beeinträchtigung in den Fluten der Ahr ums Leben kamen. Dort bietet die Lebenshilfe seit 1994 in drei Gebäuden Wohnraum und Betreuung für Menschen mit Behinderung an. Noch ist am Wohnheim selbst deutlich zu erkennen, wie hoch das Wasser in dieser Nacht stand. Der Pegelstand weist mehr als sieben Meter aus. Bis zur Unterkante des Obergeschosses ist der Putz freigelegt. Etwa drei Meter, bis über die Fenster im Erdgeschoss stieg das Wasser. Keine Chance, für die zwölf dort untergebrachten geistig behinderten Menschen zu überleben. Sie wurden von der Flut im Schlaf überrascht, waren aufgrund ihrer Behinderung unfähig, sich selbst in Sicherheit zu bringen, zumal das Wasser in diesem Landschaftsbecken unwahrscheinlich schnell anstieg. Ein Horrorszenario muss sich in diesen Stunden abgespielt haben. Pechschwarze Dunkelheit, da der Strom längst ausgefallen war, das grausige Rauschen der Wassermassen, die verzweifelt um Hilfe schreienden Menschen, die auf die Dächer ihrer Häuser ringsum geklettert waren. Pures Chaos unter verzweifelt um ihr Leben ringenden Menschen. Unvorstellbar. „Bei der sog. Jahrhundertflut im Jahr 2016 hat das Wasser gerade mal unser Anwesen erreicht !“, erläutert der noch immer tief getroffene Vereinsvorsitzende. Dabei liegt man 260 Meter vom Ahrufer entfernt. Beim Gang um das Gebäude, das aktuell leer steht und saniert wird, kann man sich kaum vorstellen, was sich in jener Nacht für schreckliche Szenen hier abgespielt haben müssen. „Dauerregen mit bis zu 200 l/m² hatte zu einem Hochwasser der Ahr von bisher unbekannten Ausmaßen geführt. Gegen 2.30 Uhr erreichte die Flutwelle Sinzig. Wegen der dramatischen schnell ansteigenden Fluten konnten die 12 Bewohner und Bewohnerinnen im Erdgeschoss nicht mehr in Sicherheit gebracht werden.“ Das gesamte Erdgeschoss wurde – teilweise bis in den ersten Stock – überflutet. 26 Menschen in der oberen Etage waren über Stunden eingeschlossen, bangten um ihr Leben und konnten erst dann durch die Feuerwehr gerettet werden. Die materiellen Schäden sind verheerend: „Die gesamte Haustechnik, der Aufzug, die EDV, die sanitären Anlagen und die Küche wurden zerstört. Das eingedrungene Wasser war mit Schadstoffen, Fäkalien und Heizöl kontaminiert. Alle vier Fahrzeuge der Lebenshilfe wurden zerstört. Spiel- und Sportgeräte, Gartenmöbel, Grill, Gartengeräte und 15 Fahrräder wurden weggeschwemmt !“, schildert der auch heute noch sichtlich geschockte Vorsitzende. Weitaus schmerzlicher als die materiellen Schäden sind allerdings für ihn die menschlichen Verluste und auch die psychischen Folgen: „Vor allem die Angehörigen, aber auch die Mitarbeiter, die die Menschen über Jahre und Jahrzehnte betreut haben und ein enges Vertrauensverhältnis entwickelt haben, sind durch dieses schreckliche Unglück teilweise schwer traumatisiert ! Wir werden die Räumlichkeiten im Erdgeschoss auch  nicht mehr als Wohnräume nutzen. Sie werden künftig für die Verwaltung u.ä. verwendet,“, so Ulrich van Bepper. Die Bewohner des Wohnheims konnten nach der Flut kurzfristig in einer Einrichtung einer befreundeten Sozialorganisation außerhalb des Ahrweiler-Kreises untergebracht werden. Nun leben sie in einem früheren Hotel, das die Lebenshilfe angemietet hat. Mit Spendengeldern der Geckenauer Fluthilfe-Initiative, die Wolfgang Grom zusammen mit Hotel-Gutscheinen für einen Aufenthalt im Rhön-Park-Hotel  an den Vereinsvorsitzenden überreichte, versucht man, die Traumata und Schäden, die, die schrecklichen Ereignisse hinterlassen haben, ein wenig zu lindern. „Wir freuen uns sehr über diese Unterstützung. Nicht nur wegen der finanziellen Hilfe, die wir natürlich gut gebrauchen können. Genauso wichtig ist aber die moralische Unterstützung und die Solidarität. Hier sehen wir, dass wir nicht vergessen werden. Wir danken von Herzen der Geckenauer Fluthilfe !“, betont Ulrich van Bepper.

Mit dem guten Gefühl, einer von der Flut besonders arg getroffenen jungen Familie geholfen zu haben, kehrten die Rhöner auch von einem Abstecher nach Hellenthal zwischen Schleiden und Euskirchen zurück. Dorthin hatten sie eine aus Bischofsheim spendierte Couchgarnitur transportiert. Die vierköpfige Familie Dietrich war überglücklich, endlich wieder ein Möbelstück im Wohnzimmer stehen zu haben. Das junge Ehepaar mit seinen beiden kleinen Kindern hatte ihr Wohnhaus erst 2021 mit seinen Ersparnissen erworben und umgebaut, als die Flut kam. Mit tränenerstickter Stimme schilderte der Familienvater wie das Erdgeschoss überflutet wurde, man sich ins Oberschoss rettete und dort mit ansehen musste, wie der Erdgastank in den Fluten an der eigenen Hausmauer zerschellte. Das Erdgeschoss ist auch im Februar 2022 noch eine Baustelle, Modergeruch liegt in der Luft. Die junge Familie lebt im Obergeschoss des Anwesens, während im Erdgeschoss saniert wird. Die Couch passte zentimetergenau in das Wohnzimmer. Die Augen des Ehepaares glänzten, als ihnen noch eine Mikrowelle, ein Sack Kartoffeln und verschiedene andere dringend benötigte Sachen übergeben wurden. Die weiteren Hilfsgüter, die man aus Geckenau und Umgebung mitgebracht hatten, wie Waschmaschinen, Kühlschränke, Mikrowellen, Kaffeemaschinen, Fahrräder, Vitrinenschränke usw. wurden dann bei der Sammelstelle des Ehepaares Siggi und Susi Verdonk vom Hotel „Dreimäderlhaus“ in Winnethal abgegeben. Wie das mitgebrachte Brennholz werden die Sachen dort von bedürftigen und betroffenen Menschen im Ahrtal abgeholt. Auch diesmal kehrten Wolfgang Grom und seine Mannschaft mit vielen Eindrücken und dem guten Gefühl, mit den von großherzigen Menschen überlassenen Sachen und Geldspenden die Not dort im Ahrtal zumindest ein wenig gelindert zu haben.

Auch weiterhin nimmt die Fluthilfeaktion von Katharina Prax und Wolfgang Grom in Geckenau gerne Geldspenden entgegen (Konto d. FF Geckenau: IBAN: DE29 7935 3090 0011 0693 25, Stichwort: Flutopfer – oder über die Spendenbox im Bastheimer „Dorfladen Besengau“).

3. Hilfsfahrt aus dem Besengau für das Ahrtal

Die Freude bei den Bewohnern des Mendiger Übergangs-Wohnheims der Lebenshilfe Ahrtal war groß, als die Rhöner Krippe, die Geldspende und die Geschenkpäckchen übergeben wurden.
Die Freude bei den Bewohnern des Mendiger Übergangs-Wohnheims der Lebenshilfe Ahrtal war groß, als die Rhöner Krippe, die Geldspende und die Geschenkpäckchen übergeben wurden.

Ein bisschen als Weihnachtsmann konnte sich der Kommandant der Geckenauer Feuerwehr, Wolfgang Grom, am 4. Adventswochenende fühlen, als er mit seinem Hilfsteam und einem voll bepackten Lkw ins Ahrtal aufbrach. Bereits zum dritten Mal besuchte er die von der Flut im Sommer so arg betroffene Region, um Hilfe und Spenden für die Flutopfer zu bringen.

Zehn Ster Brennholz und eine Rhöner Krippe

Diesmal hatte die Mannschaft neben zehn Ster Brennholz und einem stattlichen Spendenbetrag noch eine von Krippenbauer Alois Wehner aus Windshausen gespendete große Rhöner Weihnachtskrippe sowie zahlreiche Geschenkpäckchen im Gepäck. Riesengroß war die Freude bei all denen, die das Geckenauer Hilfsteam besuchte und mit seinen „Gaben“ für eine vorweihnachtliche Bescherung sorgte.

Besonders erfreut vom Besuch und den mitgebrachten Geschenken sowie der Krippe waren die Bewohner des früheren Sinziger Wohnheimes der Lebenshilfe Ahrtal. Damals waren in den Fluten der Ahr zwölf behinderte Mitmenschen ums Leben gekommen. Eine Tragödie, die bis heute tiefen Spuren hinterlassen hat. Da das Haus in Sinzig seitdem unbewohnbar ist, sind die Bewohner inzwischen übergangsweise in einem Wohnheim im Ort Mendig untergekommen. Der Spendenbetrag über 3555 Euro ist dort hochwillkommen. Zudem wurden weitere Geldspenden persönlich an betroffene Menschen übergeben.

Überall war die Dankbarkeit der von der Katastrophe gebeutelten Menschen einmal mehr riesengroß. Mit dem guten Gefühl, bedürftigen Menschen in der Not eine kleine Weihnachtsfreude bereitet zu haben, steuerte Wolfgang Grom den nun leeren Lkw, den wieder die Mellrichstädter Malteser kostenfrei zur Verfügung gestellt hatten, gemeinsam mit seinen drei Helfern zurück in Rhöner Gefilde.

Bewohner benötigen weiter Hilfe

Inzwischen hat die Benefizaktion der beiden Geckenauer Katharina Prax und Wolfgang Grom schon genau 23 285 € an Spenden erbracht. „Doch die Ahrtal-Bewohner benötige weiterhin unsere Hilfe „, so die Verantwortlichen der Initiative und bitten daher um weitere Spenden auf das Spendenkonto der Freiwilligen Feuerwehr Geckenau, Stichwort „Flutopfer“, IBAN: DE29 7935 3090 0011 0693 25.

Spenden für Menschen mit Behinderung im Ahrtal

Bürgermeister Thomas Bruckmüller (links) übergibt
die Spendendose vom „Wollbicher Adventsweg“ an Wolfgang Grom.

„Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.“ Dieses Zitat von Erich Kästner trifft zu 100 Prozent auf die Aktionen zu, die im Landkreis zur Unterstützung der Flutopfer im Ahrtal durchgeführt wurden und noch werden. Auch aus Wollbach kommt nun ein ansehnlicher Geldbetrag.

Der Bürgermeister rundete den Betrag auf

Erstmals war am ersten Adventswochenende auf Initiative von Gemeinderätin Tanja Butz-Schmidt ein „Adventsweg“ veranstaltet worden. Er diente als Ersatz für die ursprünglich geplante Premiere eines „Adventsmarktes“ auf dem neugestalteten Dorfplatz. In ganz Wollbach verteilt, wurden Kunsthandwerkliches, Basteleien, Kulinarisches und vieles mehr angeboten. Dabei zeigten die Besucher ihr Spenderherz. Bürgermeister Thomas Bruckmüller rundete den Spendenbetrag dann auf insgesamt 500 Euro auf, der für einen guten Zweck zur Verfügung gestellt werden sollte.

Und der war auch rasch gefunden. Wolfgang Grom aus Geckenau ist der örtliche Behindertenbeauftragte der Gemeinde Bastheim. Er kontaktierte die Lebenshilfe Ahrweiler, die auch das Lebenshilfehaus in Sinzig betreibt. Dort waren im Sommer bei der Flutkatastrophe zwölf Menschen mit geistiger Behinderung ums Leben gekommen. Dieser Einrichtung soll das Spendengeld nun zugutekommen, betonen Wolfgang Grom, der bereits mehrfach im Hilfseinsatz im Ahrtal unterwegs war, und Kreisbehindertenbeauftragter Thomas Bruckmüller.

Weitere 1000 Euro aus Privatspenden

Mit weiteren 1000 Euro aus Privatspenden – darunter neben einer stattlichen Spende der Wollbacher Schreinerei Reinhart auch ein ansehnlicher Geldbetrag der Kicker der „Besengau-Löwen“ – wird die Lebenshilfe Ahrweiler mit insgesamt 1500 Euro unterstützt werden können.

Bereits am vierten Adventswochenende macht sich Wolfgang Grom mit seinem Hilfsteam und einem weiteren Hilfstransport wieder auf den Weg ins Ahrtal, um die Spenden persönlich zu übergeben. Mit dabei diesmal neben den Geldbeträgen auch wieder gespendetes Brennholz sowie Weihnachtsgeschenke für die Bewohner der Behinderteneinrichtung.

Gerne kann auch weiterhin zugunsten der von Katharina Prax und Wolfgang Grom initiierten Benefizaktion auf das Spendenkonto der Freiwilligen Feuerwehr Geckenau, Stichwort „Flutopfer“; IBAN: DE29 7935 3090 0011 0693 25, Geld eingezahlt werden.